Zufällig führt Wilhelm Steinberg ein Telefonat, als er vom Dach seines Hauses gestoßen wird. Sein Gesprächspartner hört noch, dass es sich bei dem Mörder oder der Mörderin um eine Person aus dem Haus handeln muss. In der Pension „Kehr wieder“ auf Usedom ist Das Mordhaus am Wald das Gesprächsthema, zumal Bruno Kerr als ein Nachbar des Ermordeten ein gern gesehener Gast bei Sophie Kaiser und ihrer Tante Berta Kelling ist. Aber auch ihre Kellnerin, Noreen Dietzen, wohnt in dem Haus. Dorfpolizist Fred Müller und Hauptkommissar Schneider kommen nach der Befragung aller Mieter zu dem Schluss, dass Wilhelm Steinberg bei allen unbeliebt war, da sie ihn für habgierig und einen Ekel hielten. Die Frage ist, wer ein Interesse an seinem Tod haben konnte und wer ihn beerbt, denn allen Mietern hatte er bereits gekündigt, um Luxuswohnungen zu errichten.

Im „Kehr wieder“ gibt der Mord Anlass zu allerhand Spekulationen, die am Stammtisch diskutiert werden. Getuschelt wird über die Mieter Dreher, weil die Frau vermutlich von ihrem Mann geschlagen wird. Carmen Graf scheint einfach nur dumm zu sein und obendrein deckt sie ihren Sohn Amadeus, der bereits eine kriminelle Vergangenheit hat. Frau Haase lebt von der Sozialhilfe und lässt sich zu viel von ihrer faulen, aber schönen Tochter Roxana gefallen, während Bruno Kerr als ehemaliger Lehrer dem Alkohol zuspricht. Weiterlesen »

Der 10-jährige Benjamin Wood hat seine Eltern, die sich zu einer Nordpolexpedition aufgemacht haben, seit drei Jahren nicht mehr gesehen. Seitdem lebt er bei seiner Gouvernante Miss Lumpton, die ihn Ben nennt. Doch eines Tages erfährt er von einem Anwalt, dass seine Eltern bereits vor Monaten mit einem Luftschiff abgestürzt sind und nun als verschollen gelten. Ben soll zu Verwandten nach Fliegenschlag ziehen und wird mit einer Bahnkarte versehen in einen Zug gesetzt. Erwartet wird er von Phil. A. Wood und Ben ist überrascht, dass sich hinter dem Namen eine „sie“ verbirgt. Von Tante Phil erfährt er, dass er zu einer berühmten Forscherfamilie, den Woods, gehört. Bei der selbsternannten Beastologin trifft er auf einen ungewöhnlichen Vogel, einen Dodo. Da der Junge endlich mit der Erforschung von seltenen und außergewöhnlichen Tieren beginnen soll, besteigen Tante Phil und Ben sofort am nächsten Tag ein Propellerflugzeug. Sie machen sich auf nach Arabien, um dort der Geburt eines Phönix beizuwohnen, was nur alle fünfhundert Jahre möglich ist. Für Ben ist das der Beginn eines großen Abenteuers, bei dem er Freundschaft mit einem Gremlin schließt und auf einem störrischen Kamel reiten muss. Doch dann wird Tante Phil von Beduinen gefangen genommen und Ben sucht verzweifelt nach einem Ausweg. Weiterlesen »

Kommissarin Sabine Kaufmann gehört wie ihr Kollege Ralph Angersbach zum neu gegründeten Morddezernat in Bad Vilbel. Im Auftrag ihres Dienststellenleiters Konrad Möbs sollen sie den Tod von Ulf Reitmeyer untersuchen. Der kerngesunde Besitzer eines Molkereibetriebes ist beim Joggen plötzlich zusammengebrochen, wofür niemand eine Erklärung hat. Eine Zeugin will zwar einen Schuss gehört haben, doch deutet nichts darauf hin. Doch dann wird ein völlig gesunder Mitarbeiter der Molkerei ebenfalls tot aufgefunden, so dass die Ermittler von zwei Morden ausgehen müssen. Sie halten eine Giftspur für nicht ausgeschlossen, doch tappen sie sowohl in diesem Punkt, wie auch bei der Suche nach einem möglichen Motiv oder einem Täter im Dunkeln.

Noch wissen sie nicht, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Morden besteht, da geht bei Claudia Reitmeyer, der Tochter des Molkereibesitzers, ein Erpresserbrief ein. Trotzdem zählt sie, was einen oder beide Morde anbelangt, zum Kreis der Verdächtigen. Sie bringt die Kommissare auf die Spur der im Hofladen beschäftigten Vera Finke, die zu einer Hauptverdächtigen wird. Weiterlesen »

Dr. Wilhelm Löhring hat einfach verdrängt, dass er nicht mehr als Finanzvorstand bei Rüssling & Huber tätig ist und erscheint am Tag nach seiner Verabschiedung wie gewohnt in seinem Büro. Er glaubt an einen Komplott des Vorstands und will gegen den Aufhebungsvertrag klagen. So wird er in den Hochreitner-Trakt, einem exklusiven Bereich für wohlsituierte Patienten der psychiatrischen Klinik St. Ägidius, eingewiesen. Doch Löhring glaubt, seine Ehefrau habe die Klinik gekauft und er soll nun das Unternehmen sanieren. Er möchte die Klinik zum Premiumanbieter in der Psychiatrie machen, doch da die Klinikleitung nicht mit ihm kooperieren will, gibt er dem Gesellschafterausschuss schriftlich die Empfehlung, den Geschäftsführer Herrn Fechtner abzusetzen.

In einer Therapiegruppe trifft er auf Keith Winter, einem Finanzmanager von Benderman Ley, dessen seltsames Verhalten autistische Züge aufweist und Hubert Wienkamp, den ehemaligen Personalchef eines großen Beratungsunternehmens, der an einem amnestischen Syndrom leidet und sich an zwanzig Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern kann. Zur Überraschung von Löhring hat Winter ohne Berichte und Analysen bereits einen kompletten Business-Plan erstellt und Löhring beschließt die St. Ägidius Klinik an die Börse zu bringen. Dabei unterstützt wird die Projektgruppe „Bad Homburg“ von der ehemaligen Chefsekretärin Karin Schlick, die ebenfalls eine Patientin der Klinik ist. Weiterlesen »

Seit achtzehn Jahren ist die fast fünfzigjährige Susanne mit dem Oberförster Josef verheiratet. Sie wohnen einsam Da draußen im Wald, an einem Hang. Ausgerechnet an einem Sonntag bricht Josef zur Kontrolle einer Holzverladung auf, was sie schon Susanne mit Befremden aufnimmt. Noch auffälliger ist, dass er weder seinen Hund, noch sein Gewehr mitnimmt und als er abends nicht heimkehrt, nimmt ihre Unruhe zu. Am nächsten Tag sucht sie Inspektor Roland Raffl auf, dem zur Unterstützung des Suchtrupps Kommissar Ebert von der Kriminalpolizei zu Hilfe kommt. Im Wald werden Blutspuren entdeckt, die zu dem toten Förster Josef führen. Er wurde von einer Ladung Schrot in Brust und Unterleib getroffen. Verdächtigt wird nach ersten Ermittlungen der Wilderer Hinterholzer, der vor Jahren Morddrohungen gegen den Oberförster ausgesprochen hat. Aber auch Dorfbewohner Lehner, der in der Vergangenheit wegen eines gestohlenen Christbaums vom Förster angezeigt wurde, wird verdächtigt.

Unterdessen findet Susanne zu Hause verschiedene Unterlagen ihres ermordeten Gatten, die ihr heiles Weltbild ins Wanken geraten lassen und sie schwankt zwischen Wut und Trauer. Als es aufgrund der weiteren Ermittlungen zu einer Verhaftung kommt, die alle Dorfbewohner irritiert, brodelt die Gerüchteküche. Erst die Aussage der ehemaligen Sekretärin des Ermordeten führt Kommissar Ebert und Raffl auf die richtige Spur. Weiterlesen »

Droht ein Staatsbankrott, wird die Bevölkerung mit einschneidenden Maßnahmen konfrontiert, die einen Logistikplan erfordern. Rechnungen ausländischer Energieversorger kann der Staat nicht mehr begleichen, so dass Benzin rationiert werden muss. Polizei und Feuerwehr müssen bevorzugt werden und somit haben Arbeitnehmer Probleme, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Ärzten und Krankenschwestern werden Kleinbusse zur Verfügung gestellt und der Strom fließt nur noch stundenweise, womit Störungen im Telefonnetz vorprogrammiert sind. Die Beamtengehälter können nicht mehr gezahlt werden, Unmut und Ärger machen sich breit, ein allgemeines Chaos bricht aus. Dieses Szenario beschreibt Claudio Cantele am Beispiel von Lettland in dem Wirtschaftsthriller Im Visier der Heuschrecken.

Der ehemalige Bankier Flavio Contarini erhält von Cavaliere Santini den Auftrag, für ihn nach Wien zu reisen. Dort wäre eine wertvolle Kassette mit Miniaturmalereien gestohlen worden, für die er eine hohe Kaution hinterlegt hat. Niemand ahnt, dass Franziska von Zinober nur durch einen vertauschten Aktenkoffer, den sie über Mittelsmänner Rechtsanwalt Dr. Trauffenstein gestohlen hat, in den Besitz der Kassette gelangte. Weiterlesen »

Isolde Schwartz ist Anfang sechzig, lebt in München und ist eine berühmte Philosophin. Eines Tages eröffnet sie in einem Telefonat der erstaunten Sylvie Vaughan, dass sie Nachbarinnen sind. Sie würden sich von einem Symposium in Boston kennen und Sylvie könnte ihr Haus vom Fenster aus sehen. Am nächsten Tag trifft Sylvie die Frau hinter Hecken, die ihr erzählt, dass ihr Mann bereits vor zehn Jahren verstorben ist. Sie hätte einen Geliebten, Florian Waldeck, der sie jedoch nur ausnutzen würde. Aus Dummheit hätte sie ihm ihre Haushälfte überschrieben und will ihn nun loswerden, wobei ihr Sylvie helfen soll.

Sylvie hat mit drei Jahren ihren nicht leiblichen Vater verloren und als sie dreizehn war, hat sich ihre Mutter in einem See ertränkt. Ahmed Abdullah hat ihr ein von Beduinen erbautes Öko-Ressort, die Siwa Oase, vermacht und sich im letzten Jahr zu Weihnachten als ihr leiblicher Vater zu erkennen gegeben. Sylvie will Isolde helfen und vermittelt ihr die Adresse einer Notarin. Doch in einem weiteren Telefonat kündigt Isolde einen Rückzug an. Sylvie weiß nicht, was damit gemeint sein soll und quält sich mit Fragen, die das Schlimmste befürchten lassen. Sie geht zum Haus von Isolde und trifft dort auf Florian Waldeck. Weiterlesen »

Die nicht selten konfliktbeladenen Beziehungen zwischen Vätern und ihren Söhnen hat sich die internationale Filmindustrie gerne zunutze gemacht. So entstand bereits 1955 der Spielfilm Jenseits von Eden, in dem Caleb, dargestellt von James Dean, um die Liebe und Anerkennung seines Vaters kämpft oder im selben Jahr der Filmklassiker Wenn der Vater mit dem Sohne mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Anders als in zahlreichen Filmen, die sich diesem Thema widmeten, wurde in Comicform eine erste Vater-Sohn-Geschichte von Erich Ohser bereits am 13. Dezember 1934 einem breiten Publikum vorgestellt, der weitere Episoden folgten. Eine Auswahl der Bildgeschichten findet sich in dem aufwändig gestalteten Buch Vater und Sohn – Zwei, die sich lieb haben.

Die Bildgeschichten, die allesamt mit einer Überschrift versehen sind, jedoch ohne Zusatztext oder Sprechblase auskommen, zeigen bis auf wenige Ausnahmen nur zwei Personen: Einen Vater mit seinem Sohn. Den dickbäuchigen Vater zieren neben einem Schnäuzer nur noch wenige Haare und er ist bemüht, seinem pfiffigen Sohn alles recht zu machen. Weiterlesen »

Obwohl die Öffentlichkeit durch die in letzter Zeit immer häufiger bekannt gewordenen Fälle von Kindesmissbrauch sensibilisiert sein müsste, werden allein in Deutschland jedes Jahr immer noch tausende Kinder sexuell missbraucht. Offensichtlich können sie sich niemandem anvertrauen oder anders ausgedrückt, es sehen zu viele lieber weg. Ihr Schicksal teilt in dem Kriminalroman Papa hat dich lieb auch die 18-jährige Eva in dem rheinland-pfälzischen Alzey. Ihre Freundin Angelika, die alleine bei ihrer Mutter Maike Berger lebt, fällt eine zunehmende Veränderung an ihr auf. Als Eva spurlos verschwindet, warnt Kriminalhauptkommissar Alfred Breuner die Mutter von Angelika vor weiteren Nachforschungen, zumal Eva bereits volljährig ist. Doch dadurch lässt sich Angelika nicht einschüchtern. Sie reagiert auf eine verschlüsselte Botschaft, die sie per Mail erhält und besucht auch die Klavierlehrerin Dorothea Bellmann, die Eva als letzte lebend gesehen hat. Angelika ahnt nicht, dass Gefahr ausgerechnet von einer unerwarteten Seite droht. Weiterlesen »

Bierleichen bereiten den beiden Teams von Kommissariatsleiter Franz Weniger Kopfzerbrechen. Im Wittelsbacher Brunnen, genau in der Stadtmitte von München, finden sie die Leiche des Studenten Ömer Özkan, der zu einem Fall für das Sonderdezernat unter der Leitung von Zeki Demirbilek wird, das für Opfer oder auch Täter mit Migrationshintergrund zuständig ist. Einen weiteren Leichenfund gibt es für den Kriminalbeamten Pius Leipold und seine Kollegen nach einem Bierfestival. Die Bierkönigin Manuela Weigl, die in der Brauerei Mingabräu beschäftigt war, wird im Park mit einem Halswirbelbruch aufgefunden. Sie muss mit einem ungewöhnlichen Gegenstand niedergeschlagen worden sein. Eine Zusammenarbeit der Kommissare Zeki Demirbilek und Pius Leipold ist unumgänglich, als feststeht, dass der Henkel des zerbrochenen Bierkruges, den Ömer Özkan noch in seiner Hand hielt, von Mingabräu stammt. Obwohl die Obduktion einen stark alkoholisierten Zustand nachweist, soll er nach Zeugenbefragungen nie Alkohol zu sich genommen haben. Die tote Bierkönigin Manuela Weigl unterhielt, wie die Ermittlungen ergeben, ein kurzzeitiges Verhältnis mit Florian Dietl, dem Sohn des Hopfenbrauers Hannes Dietl. Florian ist jedoch mit der bedeutend älteren Karin Zeil befreundet. Seit zwei Wochen ist Süleyman Bayrak, der bereits in Izmir eine Brauerei besitzt, der neue Besitzer der Mingabräu. Karin Zeil ist seine Assistentin, die ihrerseits früher eine eigene Brauerei besaß, deren Lehrling Jochen Vester war, der heute ebenfalls bei Mingabräu beschäftigt ist. Weiterlesen »