fachbuch-schaper.de

Das Auto eines Mannes bleibt auf einer abgelegenen Stecke stehen. Umso erstaunter ist er, als plötzlich ein Mädchen mit einem auffallenden, silbern glänzenden Stirnreif auftaucht. Elisa erzählt ihm vom Leben bei ihrer Großmutter, deren Garten einer Autobahn weichen musste. Bei der Lektüre des Buches Der Kleine Prinz von Antoine de Saint Exupéry wollte sie wissen, ob Schafe Rosen mit Dornen fressen, doch weder ein Lehrer, noch ein Schäfer kannte die Antwort. So ging sie zum Nachbarn Professor Heuretes, der aber in seinem Forschungslaboratorium nur von seiner Erfindung eines psychokinetischen Antriebs für eine Silberkugel sprach. Allerdings würde ihm Konsul Karnifeks, für den nur das Geld zählt, das Leben schwer machen und ihm die Polizei auf den Hals jagen. Nur mit Elisas Hilfe gelingt es dem Professor, die Silberkugel in Bewegung zu setzen, die mit Gedankenschnelle fliegen kann und bei der Gedanken in Energie umgewandelt werden.

Das spannende und fantastische Abenteuer beginnt, als die Polizei die Silberkugel beschlagnahmen will und Elisa im letzten Moment mit dem Stirnreif die Kugel erreicht und mit ihr abhebt. Sie möchte unbedingt den Asteroid des kleinen Prinzen finden und hofft, ihn dort zu treffen. Weiterlesen »

Es gibt Kunstwerke, die durchaus ein Vermögen kosten, und dennoch mag sich mancher Betrachter fragen, was ihm der Künstler damit sagen will. Vielleicht fragt er sich sogar im Stillen, ob er die Klecksereien oder Pinselstriche nicht genauso hinbekommen hätte. Es ist allgemein bekannt, dass sich über Kunst streiten lässt, wozu unzweifelhaft auch literarische Werke gehören.

Ähnlich ergeht es manchem Leser, wenn er das Büchlein Betrachtungen über Blaues und Schwarzes von Enya Benthaus zur Hand nimmt, in dem die Autorin in den Kapiteln „Himmel/Wasser“, „Blues/Rhythm“, „Die Blaue Blume“, „Nacht“ und „Bluescreen/Testbild“ Kurzgeschichten und Gedichte vorstellt. Da trifft ein Vater seine Tochter bei Regen in einem Café, doch erfährt der Leser nichts über den Dialog. Ein Mensch, der nicht an die Naturgesetze glaubt, springt vom Parkhaus und will fliegen, ein anderer springt von einer Stromleitung auf ein Zugdach. Als gerade promovierter Mediziner stellt jemand fest, dass er gar kein Mediziner sein will und bleibt niedergeschlagen von der Niedergeschlagenheit zurück. Der uns bekannte Tagesablauf liest sich in einer Chronik, bei der es um „Schranklinge“ und eine Katze beim Gewitter geht, folgendermaßen: „Gelb Uhr sechshundert“, „Schweden Uhr Kanada“, „Kuchen Uhr schokolade“, um nur einige Beispiele zu nennen. Weiterlesen »

Margareta Sommerfeld hat sich von ihrer Mutter Waltraud zu einer Tagestour mit dem Bus nach Bad Sassendorf überreden lassen. Sie selbst hat die vierzig zwar schon überschritten, aber zwischen den deutlich älteren Mitreisenden fühlt sie sich deplatziert. Umso mehr sticht ihr ein Mann ins Auge, der in ihrem Alter und dazu ungewöhnlich elegant gekleidet ist. Als Simon von Brehden zeigt er Interesse an der reichen, über siebzigjährigen Brigitte Hoffmann, doch Margareta erkennt in ihm ihren früheren Klassenkameraden Harald Kleinschnittger. In den nächsten Tagen recherchiert sie seinen Wohnort und erfährt von seiner Nachbarin Susanne Mackenrodt, dass sein Architekturbüro kurz vor der Insolvenz steht. Margareta besucht ihn und will wissen, warum er als gut aussehender, junger Mann Interesse an älteren Frauen hat. Nachdem sie die Nacht bei ihm verbracht hat, händigt er ihr einen Wohnungsschlüssel aus. Doch als Margareta ihn zum vereinbarten Termin besucht, findet sie ihn mit einer Drahtschlinge um den Hals tot im Heizungskeller vor.

Kommissar Helmut Blauländer und sein Kollege Kornblum von der Kripo Gelsenkirchen eilen, von Margareta telefonisch benachrichtigt, zum Wohnhaus des Toten und sind wenig begeistert, wieder mit der Hobbydetektivin zusammenzutreffen. Die hat jedoch schon vor dem Eintreffen der Beamten das Notizbuch von Harald an sich genommen und ist fest entschlossen, seinen Mörder zu finden. Weiterlesen »

Würde eine Befragung darüber durchgeführt, was eigentlich ein Pfarr-Krimi ist, so wäre wohl in vielen Fällen die Antwort, dass es sich dabei um eine Kriminalgeschichte mit Pater Brown handelt. Die literarische Schöpfung des Father Brown von Gilbert Keith Chesterton wurde in Deutschland erst in den 1960er Jahren durch eine Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle bekannt und erlangte Kultstatus. Somit legt Johannes Gönner, der Pfarrer in der Canisiuskirche in Wien ist, die Messlatte für seinen Pfarr-Krimi Nichts ist vergessen ziemlich hoch.

Als Franziska ihren Freund Kostas und seine Familie auf Kreta besucht, weiß Pfarrer Stefan Katzner von der Canisius Pfarre in Wien noch nicht, dass sie ihre Arbeitsstelle bei ihm gekündigt hat, um nach ihrem Urlaub gemeinsam mit Kostas ein Restaurant gleich gegenüber der Kirche zu eröffnen. Auch Clara, ein weiteres Mitglied der Gemeinde, gibt ihren Job bei der Hotline von Sunny Tours auf, um während der Feierlichkeiten zu ihrem zwanzigsten Hochzeitsjubiläum, nach einem filmreifen Abgang in der Kirche, spurlos zu verschwinden. Der Diakon Eberhard Meininger, der nach einem einjährigen Praktikum in der Pfarre seine Ferien auf Kreta verbringt, kehrt am Ende seines Urlaubs nicht wieder nach Wien zurück, sondern bleibt auf der Insel, wo er in einem Supermarkt zufällig auf Clara trifft. Weiterlesen »

Mit dem ehemaligen Polizisten Ben Danner und Kriminalkommissar Lennart Staschek verfolgt Lila in dem neuen Kriminalroman Tödlicher Kick von Lucie Flebbe ein Fußballspiel. Die Fans toben, als Oran Mongabadhi, die Nachwuchshoffnung vom VfL Bochum, einen Elfmeter vermasselt. Am folgenden Tag meldet sich bei Lila und Ben, die zusammen wohnen und gemeinsam als Privatdetektive arbeiten, eine junge Frau, die sich Curly nennt. Es wäre allgemein bekannt, dass sie als ehemalige Prostituierte mit Oran befreundet war. Nach dem Spiel hätte sie ihn tot aufgefunden und nun fürchtet sie, dass die Polizei hinter ihr her ist.

Tatsächlich wurde Oran von einem Schuss in den Hinterkopf tödlich getroffen. Für Lennart Staschek kann nur Curly, die mit richtigem Namen Moesha Schmidtmüller heißt, die Tat begangen haben, denn an ihren Schuhen, ihrer Kleidung und ihrem Körper konnte Orans Blut nachgewiesen werden. Lila und Ben stehen nun vor der Frage, ob sie ihrer Mandantin trauen können. Immerhin könnte auch ein rechtsradikaler Fan die Tat begangen haben oder Curlys Vater. Als weitere Tatverdächtige kommt die letzte Freundin von Oran, Sophie Meister, in Betracht. Aber auch der Vater von Oran könnte ein Motiv gehabt haben. Lila und Ben besuchen Simon Goldstein, den Trainer des VfL und Dietmar Wöhler, der Oran entdeckt hat. Weiterlesen »

In einer von über vierzig Gedichten und Geschichten, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen, widmet sich Hans Scheibner in humorvoller Weise der Frage Wer nimmt Oma?, wenn es unter ihren Kindern wieder einmal aufzuteilen gilt, bei wem sie den Heiligabend verbringen soll. Er kritisiert in den Texten die Heuchelei der Menschen zu diesem Friedensfest und dass heutzutage immer teurere Geschenke gemacht werden. In einem Streitgespräch eines Ehepaares geht es darum, was mehr Freude macht: Etwas zu bekommen oder etwas zu verschenken. Makaber wird es, wenn per Grundgesetz jedem Bürger aus Kostengründen nur noch fünfundsiebzig Lebensjahre zugestanden werden sollen.

Hans Scheibner stellt fest, dass viele Menschen nur am Heiligabend das Bedürfnis haben, in die Kirche zu gehen und dass häufig niemand weiß, wo der ganze Verpackungsmüll bleiben soll. Manch einer verschenkt sein Geschenk an Dritte weiter, ein anderer kann den Ehepartner nicht zufrieden stellen, weil das Geschenk entweder zu teuer, oder zu billig ist. Kinder fühlen sich erpresst, weil ihnen nur ein Geschenk winkt, wenn sie ihr Zimmer aufräumen und das Essen aufessen, und Frauen fühlen sich den Männern gegenüber wegen einer geringeren Rente benachteiligt. Weiterlesen »

Die Journalistin Frieda wohnt seit drei Jahren mit Leo zusammen in Wien. Für ihre nächste Arbeit liegt ihr eine Studie von Dr. Piper aus Boston vor, der in ayurvedischen Produkten eine Grenzwertüberschreitung der giftigen Substanzen Quecksilber, Blei und Arsen festgestellt hat. Ayurvedavertreter hingegen sprechen von einer unbedenklichen Überführung in einen nicht toxischen Zustand. Im Rahmen ihrer Recherchen führt Frieda ein Interview mit Lotte Prinz, die seit einer Ayurvedakur an starkem Ausschlag leidet und den Klinikleiter unseriöser Praktiken bezichtigt.

Als Friedas Arbeitskollege Bernd, der ebenfalls in dieser Sache recherchiert, in Südostindien einen tödlichen Unfall erleidet, findet sie beim Aufräumen in seinem Büro eine handschriftliche Notiz von ihm, die sie nicht zu deuten weiß. Dass ihr Freund Leo als Anhänger der ayurvedischen Medizin mit ihr in Kerala eine Kur machen will, kommt ihr nur gelegen. Allerdings lässt sie ihn über ihre Absichten im Unklaren. Sie plant mit Dr. Piper ein Treffen zum Medizinerkongress in Chennai, doch weiß sie noch nicht, dass er längst erpresst wird. Ajith Nair und sein Chef Singh, die als Unternehmer kräftig an dem Boom mit Ayurveda-Produkten verdienen, wollen ihn zwingen, seine Forschungen einzustellen. Frieda begibt sich auf die Spur ihres verunglückten Kollegen Bernd und ahnt nicht, dass Ajith sie bereits verfolgt. Weiterlesen »

Georg und sein jüngerer Bruder Konrad stehen vor einem Schaufenster und bewundern die vielen kleinen Figuren aus Holz, denn so einen weißen Schneemann, ein Weihnachtsmännchen oder Schlitten hätten sie auch gerne. Leider haben ihre Eltern kein Geld für diese wertvollen Sachen. Als Georg einen gelben Stern in dem Schaufenster hängen sieht, beschließt er, genau so einen Stern zu Hause zu basteln. Er soll ein Weihnachtsgeschenk für seine Eltern sein. Doch so sehr er sich bemüht, gelingt es ihm nicht, die sechsundzwanzig gebastelten Spitzen zu einem runden Stern zu verarbeiten.

Da entschließt sich Georg, seinen Opa um Hilfe zu bitten. Er erklärt ihm anhand seiner Versuche, wie der Stern aussehen soll, den er basteln möchte. Doch einen solchen Stern nachzubauen, gelingt auch seinem Opa nicht, denn es handelt sich um einen ganz besonderen Stern, einen Herrnhuter. Traurig geht Georg nach Hause. Umso erfreuter ist er, als ihm sein Opa eines Tages, rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest, einen Bausatz überreicht. Gemeinsam haben sie den Stern, den Opa sogar mit einer elektrischen Beleuchtung versehen konnte, zusammengebaut und Georgs Eltern zu Weihnachten geschenkt. Weiterlesen »

Hannah, die vor zweiundzwanzig Jahren im Alter von neun Jahren ihre Eltern verlor, wird von Roberta Rossi telefonisch über den Tod ihrer Tante Elisabeth, kurz Eli genannt, benachrichtigt. Drei Wochen später macht sie sich auf nach Umbrien, wo sie den Verkauf des Sommersitzes ihrer Tante in Castelnuovo in die Wege leiten muss. Der Tod von Eli hat sie sehr getroffen, zumal sie zeitgleich ihre Beziehung zu einem verheirateten Mann beendete. In dem Sommerhaus findet Hannah an sie gerichtete Zeilen ihrer Tante, die sie verwundern und offensichtlich mit ihrer eigenen Vergangenheit verknüpft sind. Da Hannah Journalistin ist, will sie die Zeit in Castelnuovo für einen Artikel nutzen. Im Ort trifft sie auf Matteo Di Lauro, der von den Leuten nur Der Apfelsammler genannt wird, weil er vor dem Aussterben bedrohte Obstsorten retten will. Um mehr über diesen eigensinnigen Mann zu erfahren, will sie ihm, wie es zuvor Eli tat, bei der Ernte behilflich sein. Doch sie ahnt nicht, dass ihr zukünftiges Leben dadurch in eine völlig andere Richtung gelenkt wird.

Immer tiefer taucht Hannah in die Vergangenheit ihrer Tante ein, die in einem Einödhof in Mosisgreuth, einem kleinen Dorf im Allgäu, aufgewachsen ist und schwer unter ihrem tyrannischen Vater leiden musste. Von ihrer Neugier getrieben erfährt Hannah, dass Eli eine unglückliche Liebe mit dem italienischen Gastarbeiter Georgio verband und sogar ein Kind geboren hat, was so gar nicht zu der Tante passt, die sie kannte. Weiterlesen »

Dietmar Krone ist eines von unzähligen Heimkindern, für die der in unserem Grundgesetz verankerte Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ offensichtlich keine Geltung hatte. Nachdem er als unerwünschtes Kind 1954 zur Welt kam, hat er schon als Kleinkind eine vernünftige Mahlzeit vermisst, musste Wäsche waschen, putzen und in den Geschäften die Einkäufe anschreiben lassen. Als er mit zehn Jahren nach der Schule auch noch schwere körperliche Arbeit leisten musste, brach er zusammen. Es folgten ein Klinikaufenthalt und weitere Arbeitsstellen im Anschluss an den Schulunterricht. Mit knapp zwölf Jahren wurde er für mehrere Monate in eine Nervenklinik eingewiesen. Er besaß keine Turnschuhe und bekam deshalb in dem Fach Sport eine schlechte Note. Weil er auch keine Schulbücher hatte, konnte er seine Hausaufgaben nicht machen. Sein Vater, der ihn prügelte und von der Treppe stieß, verstarb, als er dreizehn Jahre alt war. Später prügelten ihn die Liebhaber seiner Mutter und sie selbst brach ihrem Sohn einmal das Nasenbein, was eine Bluttransfusion erforderlich machte. Daraufhin verbrachte er zwei schöne Wochen im Krankenhaus, doch selbst ein wissender Arzt hat nichts gegen sein trauriges Schicksal unternommen.

Im Alter von dreizehn Jahren begann für Dietmar Krone schließlich der Albtraum Erziehungsheim. Seine Mutter hatte einen gutmütigen Mann des Kindesmissbrauchs bezichtigt, weil der dem Jungen in seiner Not Unterschlupf bot. Beide wurden in Handschellen zur Polizei abgeführt, wo man Dieter Krone zu einer Unterschrift nötigte. Weiterlesen »